Eine lange, lange Reise...ohne Erfolg                                                 12.03.11

​Die Rallye in Schweden ist leider völlig anders gelaufen wie erhofft...

 

Bereits am Donnerstag haben Sebastian und ich uns auf den Weg nach Rostock gemacht. Dort warteten schon die Teams Philipp Knof/Philipp Musholdt und Jochen Walther/Bianca Lustig. Nachdem wir dort alles in die Autos verladen hatten, konnten wir uns auf den Weg zur Fähre nach Trelleborg machen. Nach der nächtlichen Überfahrt waren es dann nur noch 750km die es zurückzulegen galt.

Pünktlich zur Abnahme am Freitag Abend sind wir in Lima angekommen. Wie jedes Mal in Schweden gab es bei der schnellen Abnahme keine Probleme. Wir haben sogar einen deutschen Aufschrieb bekommen, welchen wir dann abends noch einmal durchgegangen sind.

Am nächsten morgen zeigte sich Schweden von seiner schönsten Seite. Ideale Bedingungen für eine Schneerallye. Es war noch ziemlich kalt, bestimmt 60-70cm Schnee und die Sonne strahlte.

Leider sollte der Tag nicht so schön enden wir er angefangen hatte. Schon auf Wertungsprüfung 1 war alles zu Ende. Bereits am Start machte der Antriebsstrang Geräusche und nur 3-4km später war gar kein Vortrieb mehr vorhanden! Mit Glück konnten wir noch aus der WP raus rollen, danach gab es aber kein weiterkommen mehr. Eine defekte Kardanwelle verhinderte die Weiterfahrt

(zur WP2 mit 34km!!! Länge) Ein sehr hilfsbereiter Schwede schleppte uns dann zum Serviceplatz. Allerdings konnten wir auch dort keine neue Kardanwelle von den anderen Volvoteams ( über 60 Teams! ) bekommen, was zeigt, dass es ein äußerst seltener Defekt für einen Volvo war.

Zum Glück gab es für die anderen beiden Teams keine Probleme, sodass wir unser Auto auf den Trailer schieben konnten. Gegen 16Uhr sind wir dann abgereist. Da wir nur kleine Pausen zum Tanken gemacht haben, waren wir rechtzeitig zur 3:15Uhr-Fähre in Rødby. Um 6Uhr waren wir dann in Rostock und haben uns nach dem Ausladen aller Sachen noch mit einem Frühstück für restlichen 400(+)km gemacht. Inzwischen waren die Strapazen der Reise allen anzumerken.Da kam ein Zwischenstopp auf der Kartbahn in Bispingen genau Richtig um wieder munter zu werden.

Sonntag Nachmittag war ich dann zu hause. Leider ohne positives Fazit. Natürlich hat es Spaß gemacht, es gab kaum Probleme während der An- und Abreise und die Bedingungen waren Traumhaft. Wenn man jedoch 72Std unterwegs ist und an die 3000km zurücklegt und dann so gut wie keinen Meter im Renntempo zurücklegt, ist die Enttäuschung nun mal riesig!

Trotzdem würde ich so einen Trip gerne wieder riskieren ;)

 

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© A.Hoffmeister